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Edi. Portrait eines erfolgreichen Wettbewerbs

'Edi. Der Schweizer Auftrags- und Werbefilmpreis' ist eine Qualitätsauszeichnung des EDI und ein erfolgreich durchgeführter Wettbewerb, welcher seit Beginn in einer Art Public Private Partnership durchgeführt wird. Das Patronat liegt beim EDI, bzw. Bundesamt für Kultur, die Durchführung und Finanzierung liegen heute bei der Swissfilm Association.

1977
Auf Initiative von Alex Bäninger, damals Chef Sektion Film beim Bundesamt für Kultur BAK, wird 1977 ein Wettbewerb mit Auszeichnung unter dem Namen 'Die besten Schweizer Auftrags­produktionen' ins Leben gerufen. Die Idee ist, den zwei bereits bestehenden Wettbewerben im Bereich der angewandten Kunst  'Die schönsten Schweizer Bücher' und 'Die besten Schweizer Plakate' einen dritten Wettbewerb für Auftragsfilm mit dem Namen 'Die besten Auftragsproduktionen'  an die Seite zu stellen. Dahinter steckt die Erkenntnis, dass das Schweizer Filmschaffen und die Schweizer Filmindustrie ohne den Auftragsfilm nicht wirklich existieren könnte und es daher gilt, auch diesen Teil der Branche zu fördern. Eine Art PPP (Public Private Partnership): Gleich wie bei den bereits bestehenden Wettbewerben sollte der Filmwettbewerb unter dem Patronat des EDI stehen und durch eine private Trägerschaft organisiert werden.

In seiner Eröffnungsrede zur 4. Preisverleihung 1980 formuliert er dies so: 'Der Auftragsfilm ist nicht nur ein Film, der im Auftrag hergestellt worden ist, sondern es ist ein Film, den jene Unternehmen und Behörden wählen, die begriffen haben, dass sie gegenüber der Öffentlichkeit einen Auftrag an Information erfüllen müssen. Der Wettbewerb will die Bedeutung des Auftrags­films hervorheben und Ansporn sein für immer bessere Auftragsfilme. Wer am Wettbewerb teilnimmt, lässt sich anspornen und strebt nach höherer Qualität, ganz unabhängig davon, ob er am Schluss zu den Preisträgern gehört.'

1977-1986
Die erste Trägerschaft übernimmt die WF Wirtschaftsförderung (heute in EconomieSuisse aufgegangen).

1987-1995
Ende 80er Jahre /Anfang 90er Jahre übernimmt der Produzentenverband AAV die Organisation des Wettbewerbes von der WF. Die Preisverleihung wird dank der finanziellen Beteiligung des AAV grösser angelegt und zuerst im Kino ABC, danach im Kunsthaus-Saal durchgeführt.

1996-1998
Durch einen Wechsel in der Verbandsführung wird der Wettbewerb ins Tessin verlegt. Er soll als Trittbrettfahrer vom Filmfestival Locarno profitieren und nennt sich nun 'I Cristalli di Locarno'.

1999
Der Relaunch oder die Neugeburt. Nach einigen verbandsinternen Umwälzungen die mit der Umfirmierung des Verbandes in SFVP und der Auswechslung der kompletten Führungsriege endet, finden erste Vorarbeiten und erste Diskussionen für eine Neugestaltung des Wettbewerbes statt. Teilnehmer sind Alex Bänninger, Delegierter des BAK, Urs Wäckerli, Präsident SFVP und Peter Beck, sowie je eine Vertretung der AG für Werbefernsehen und  der SRG.

2000
Der erste Edi. Nach der definitiven Zusage des BAK, erstellt die Arbeitsgruppe das Konzept und realisiert den ersten Edi. Wettbewerb. Ausschreibung im Juli 2000. Die Jury wird vom SFVP vorgeschlagen und vom BAK genehmigt, die Jurierung wird durchs BAK organisiert und an einem Ort ausserhalb der Stadt durchgeführt. Der erste Edi. hat 111 Einsendungen in den zwei Kategorien Auftragsfilm und Werbefilm. Es gibt sieben Gewinner. Die erste Edi. Preisverleihung geht im November 2000 über die Bühne. Es ist der erste Anlass im neu eröffneten Schiffbau des Schauspielhaus Zürich überhaupt. Im Foyer gibt es eine Ausstellung mit 32 Monitoren und interaktiven Stationen, am Nachmitag findet eine hochkarätige Podiumsdiskussion zum Thema Breitband-Internet statt und am Abend werden die Preise verliehen. Danach gibt es ein grosses Fest, es werden über 300 Besucher gezählt.

In der Folge entwickeln sich Wettbewerb und Anlass grossartig. Jedes Jahr gibt es mehr Einreichungen beim Wettbewrb und mehr Gäste an der Preisverleihung. Dem Schweizer Werbe- und Auftragsfilmschaffen kommt nun eine viel grössere Aufmerksamkeit zu und die Qualität der Filme steigt konstant. Mehrmals werden die Gewinnerfilme auch an den Filmtagen in Solothurn vorgestellt. Viele der Schweizer Arbeiten gewinnen nach dem Edi. auch internationale Preise in Cannes, New York, Berlin,  Wien etc.

...bis heute
Mit fast 300 Einreichungen und über 750 Gästen an der Preisverleihung ist der Edi. heute zu einem unverzichtbaren Instrument für die Förderung des Schweizer Filmschaffens geworden. Er ist Qualitätsprüfung, Motivation und Networkplattform für einen wichtigen Teil der Branche. Die offizielle Auszeichnung, unterzeichnet vom Bundesrat, ist sehr begehrt. Er verbindet Auftraggeber, Kommunikationsleute sowie Werbe- und Kunstfilmschaffende über die Grenzen hinweg.

2017
Nächstes Jahr feiert Der Schweizer Auftrags- und Werbefilmpreis sein 40-jähriges Jubiläum.

Edi.11 gewinnt zwei XAVER
Edi.11 Der Schweizer Auftrags- und Werbefilmpreis wurde in der Kategorie „Best Event Project“ mit dem XAVER.12 ausgezeichnet und wurde zusätzlich von den Besuchern mit dem Public-Xaver geehrt. Swissfilm Association gratuliert ganz herzlich dem Kreateam und allen Partnern für diese tolle Leistung. Vielen Dank auch den Publikum vom XAVER.12 für die Auszeichnung mit dem Publikumspreis.





Am 17. April 2012 vergab der Schweizer Expo-Event.Live Communication Verband den jährlichen XAVER-Award für die erfolgreichsten Projekte aus der Branche. Die Jury begründete die Auszeichnung für den Edi.11 wie folgt: «Sehr gut durchdachtes Konzept. Es ist eine Herausforderung, einen jährlich wiederkehrenden Anlass immer aufs Neue zu definieren. Die Teilnehmerzahl hat zugenommen, und der Event wurde jedes Jahr komplexer gestaltet. Trotz dem kompakten Budget und der Eintönigkeit einer Preisverleihung haben sie sich stetig weiterentwickelt.»